Der moderne Staat Israel wurde 1948 gegründet. Die Verfassung gibt keine Religion vor, doch der Staat versteht sich als Heimat aller Menschen jüdischer Herkunft, die Opfer von Verfolgung und Repression wurden.

Israel

Der moderne Staat Israel wurde 1948 gegründet.

Geschichte Israels

Die Geschichte Israels ist eng mit dem Zionismus verbunden, der die Gründung eines jüdischen Staates zum Ziel hatte. Durch den aufkeimenden Rassismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und verschiedene antisemitische Verfolgungswellen wanderten zunehmend mehr Juden in das Land aus, das sie als ihre historische und religiöse Herkunft betrachteten: das damals unter britischer Hoheit verwaltete Palästina. Dabei erhielt vor allem Jerusalem eine starke Bedeutung, da hier 70 n. Chr. der Jerusalemer Tempel durch die Römer zerstört wurde. In der Folge waren viele Juden nach Rom verschleppt worden oder sind ins Exil gegangen. Die Alija genannte Auswanderung nach Palästina erreichte ihren Höhepunkt nach 1945 unter den Erfahrungen der Schoah.

Israel seit 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde unter UN-Einwirkung die Entkolonialisierung Palästinas vorangetrieben. Dabei sahen die UN-Pläne eine Teilung in einen jüdischen und einen arabischen Teil vor. Die arabischen Anrainerstaaten erkannten den Plan nicht an und verweigerten Israel die Anerkennung des völkerrechtlich erwirkten Existenzrechts. Der durch Vertreibungen ausgelöste Guerillakrieg der arabischen Bevölkerung im UN-Mandatsgebiet Palästina weitete sich nach der Staatsgründung Israels zum offenen Krieg mit den Nachbarstaaten aus, dem in den späteren Jahrzehnten einige weitere Kriege folgten. Die Hoffnung auf einen arabischen Staat Palästina, der mit Israel in Frieden lebt, wurde durch den Putsch der radikalislamischen Partei Hamas im Gazastreifen vorerst zunichtegemacht, während die gemäßigtere Fatah im Westjordanland weiterhin nach einer friedlichen Lösung strebt.

Die israelische Gesellschaft und Wirtschaft

Von potenziellen Feinden umzingelt, spielt das Militär in Israel eine tragende Rolle. Alle Männer und Frauen sind wehrpflichtig und leisten etwa einen Monat im Jahr Militärdienst, wobei arabische Israelis, die rund 20% der Bevölkerung ausmachen, von der Wehrpflicht freigestellt sind. 75% der Bevölkerung sind Juden, 17% sunnitische Muslime.

Viele Regionen sind von Agrarwirtschaft geprägt, doch auch Hightech-Firmen haben sich in größeren Städten wie Jerusalem und Tel Aviv angesiedelt. Die israelische Wirtschaft ist größtenteils verstaatlicht und wächst stetig. Dem gegenüber stehen prekäre Arbeitsverhältnisse, schlechte Entlohnung und zunehmende Armut, gegen die 2011/2012 breite Bevölkerungsschichten protestierten.