Schön ist er, der Schwarzwald, aber immer noch geheimnisvoll und schier unendlich.
Sein dunkler Charakter lässt ihn aber oft etwas unheimlich wirken.
Er ist das höchste und größte zusammenhängende Mittelgebirge Deutschlands und liegt im Südwesten von Baden- Württemberg.

Der Schwarzwald – eine lange und interessante Geschichte

Im Eozän, einer Erdzeitaltersstufe des Tertiär ist er durch den Einbruch des Oberrheingrabens an der östlichen Grabenschulter herausgehoben worden.
Bereits in der Antike war der Schwarzwald namentlich als Abnoba mons (Flusswald) bekannt. Er wurde damals nach der keltischen Gottheit Abnoba benannt und weist mit diesem Namen auf seinen Flussreichtum hin .
Die Römer nannten ihn später Marciana silva, was auf eine Grenze (Marca) hinwies, oder auch Silva nigra (Schwarzer Wald).
Siedlungsspuren sind aus dieser Zeit kaum bekannt. Wahrscheinlich wurde er damals eher als natürliche Grenze zwischen Rhein und Donau angesehen.
Geologisch und klimatisch war er für die Siedler nicht interessant und so bevorzugten sie der besseren Ackerböden wegen andere Landschaften.
Adel, Militär und Kirche sorgten ab dem 8. Jahrhundert für eine stärkere Besiedlung, welche ihren Durchbruch aber erst im 11. und 14. Jahrhundert erlebte. Besonders im Umkreis der Klöster entstanden Höfe sowie Säge- und Mühlwerke.
Kriege und die im 14. Jahrhundert grassierende Pest führten dazu, dass Höfe und ganze Dörfer aufgegeben wurden, jedoch erfolgten später Städteneugründungen. So wurde z. B. Freudenstadt im Jahr 1599 gegründet.
Der Schwarzwald erstreckt sich von der schweizerischen Grenze vom Hochrhein entlang der Rheinischen Tiefebene 160 km nach Norden.
Die geologische Haupteinheit des Schwarzwaldes ist ein kristalliner Sockel, welcher im Osten und im Nordosten durch Buntsandsteintafeln als Deckgebirge überlagert wird. Zu erwähnen sind auch Erzlagerstätten, die zum Teil durch Bergbau genutzt wurden.
Klimatisch gesehen ist der Schwarzwald durch das Mittelgebirgsklima gezeichnet, welches mit regelmäßigen ganzjährigen Niederschlägen aufwartet. Allerdings treten diese nicht gleichmäßig im gesamten Gebiet auf.

Ein Besuch im Schwarzwald – ein Erlebnis

Der Schwarzwälder Mittelweg zieht jährlich unzählige Wanderer an

Der Schwarzwälder Mittelweg zieht jährlich unzählige Wanderer an

Wirtschaftlich gesehen ist der Schwarzwald eine nicht so stark entwickelte Region. Er ist aber ein immer beliebter werdendes touristisches Ziel. Ein Tipp ist u.a. ein Aufstieg auf den 960 m hoch gelegenen Bergrücken, dem Kniebis. Nach ihm ist auch das dort gelegene Dorf, welches ein Stadtteil von Freudenstadt ist, benannt.Von dort bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf die umliegenden Berge.
Ein Besuch des Schwarzwaldes lohnt sich allein wegen der herrlichen Landschaft und den immer weiter wachsenden Freizeitangeboten. Die herrliche Natur zu erleben, viele Wellnessangebote wahrnehmen zu können, oder sich bei Wanderungen im Sommer und im Winter in der gesunden, klaren Luft zu bewegen, bildet den Anreiz für einen Urlaub in dieser Region.
Weithin sind natürlich auch die kulinarischen Spezialitäten und die gelebten Traditionen bekannt.