Der Mindesturlaub wird in Deutschland durch das Bundesurlaubsgesetzt geregelt. Oft sind Arbeitnehmer verunsichert, wie viel Urlaub ihnen in ihrer aktuellen Position zusteht. Laut dem genannten Gesetz beträgt der Mindesturlaub 24 Tage. Dieser Wert bezieht sich dabei auf eine 6-Tage-Woche, also 24 Arbeitstage die Woche. Laut dieser Regelung stehen dem Arbeitnehmer so viele Tage Urlaub zu, wie er im Monat arbeitet. Bei einer 5-Tage-Woche wären das dementsprechend 20 Tage im Jahr.

Wie wird der Mindesturlaub geregelt?

Dem Arbeitnehmer stehen mindestens die genannten Urlaubstage zu. Des Weiteren kann in einem Tarifvertrag oder einem Arbeitsvertrag einen anderes Maß an Mindesturlaub festgesetzt sein. Das darf jedoch nicht weniger sein, als 24 Tage bei einer 6-Tage-Woche und 20 Tage bei einer 5-Tage Woche. Hat der Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag mit flexiblen Arbeitszeiten geschlossen, so ist nicht das Verhältnis der geleisteten Arbeitsstunden im Monat ausschlaggebend, sondern bezieht sich auf die Tage, an denen der Arbeitnehmer arbeitspflichtig ist.

Jedem Arbeitnehmer steht ein gewisser Mindesturlaub zu

Jedem Arbeitnehmer steht ein gewisser Mindesturlaub zu

Besonderheiten beim Mindesturlaub

Der Mindesturlaub für Auszubildende richtete sich ebenfalls nach dem Bundesurlaubsgesetzt und beträgt damit 24 Werktage. Dabei zählen als Werktage alle Tage von Montag bis Samstag, mit Ausnahme von Feiertagen, vorausgesetzt, der Arbeitnehmer arbeitet auch an einem Samstag, sonst gilt als Werktag Montag bis Freitag.

Es ergeben sich allerdings Besonderheiten bei der Urlaubsregelung, wenn der Auszubildende noch nicht volljährig ist. Dabei bezieht sich der Urlaubsanspruch eines Jahres immer auf den Beginn des jeweiligen Kalenderjahres. Ist der Auszubildende zu Beginn des Jahren noch keine 18 Jahre alt, stehen ihm 25 Werktage Urlaub zu. 27 Tage stehen dem Auszubildenden zu, wenn der zu Beginn des Kalenderjahres noch keine 17 Jahre alt ist und 30 Tage, wenn der Auszubildende noch keine 16 Jahre alt ist.

Auch Behinderte haben einen Anspruch auf zusätzlichen Urlaub. Dieser Anspruch ist auch abhängig von der Arbeitszeit des Arbeitnehmers. Dabei berechnet sich der zusätzliche Urlaub, nach den Arbeitstagen pro Woche. Arbeitet der Arbeitnehmer also 5 Tage die Woche, stehen ihm im Jahr 5 zusätzliche Urlaubstage zu, bei einer 6 Tage-Woche dementsprechend 6 Tage.