Das Bode-Museum in Berlin wurde 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet. Es gehört zur Museuminsel Berlin und somit auch zum UNESCO Weltkulturerbe. Nach fast sechsjähriger Renovierung wurde es am 17.Oktober 2006 wiedereröffnet.

Die Museumsgeschichte

Bereits um 1871 entstand am kaiserlichen Berliner Hof der Gedanke, ein Kunstmuseum zu bauen. Konkrete Vorschläge kamen dazu von Wilhelm von Bode. Nach den von Bode aufgebauten Gemälde- und Skulpturensammlungen bauten Hofarchitekt Ernst von Ihne und Bauleiter Max Hasak das Museum auf. Zur Erinnerung an den 1888 verstorbenen Kaiser Friedrich III. hieß das Museum ursprünglich Kaiser-Friedrich-Museum. Trotz unregelmäßiger Grundstücksform hat es der Architekt verstanden, ein Museumsgebäude zu bauen, dass ein völlig gleichschenkliger und symmetrischer Eindruck entsteht. In den Ausstellungen hatte Bode geschlossene, dichte Ensembles aus Gemälden, Skulpturen, kunstgewerblichen Objekten und Möbeln zusammengestellt, wie sie in damaligen großbürgerlichen Privatsammlungen typisch waren. Es kamen noch innenarchitektonische Details wie Marmorböden, Portale, Kamine, Altäre und Kassettendecken hinzu. Bode wollte mit diesen Räumen den Besuchern die vergangenen Epochen nahebringen. Mit den Stilräumen verfolgte er ein museumspädagogisches Konzept. Von allen Berliner Museen erlitt das Gebäude auf der Museumsinsel einen vergleichsweise geringen Schaden. Am 01. März 1956 löste der Name „Bode-Museum“ die ursprüngliche Bezeichnung ab. Von 1954 bis 1987 wurde das Gebäude bei laufendem Museumsbetrieb schrittweise Instandgesetzt. Anfang der 1990er wurden allerdings zahlreiche Mängel festgestellt, weshalb 1997-1998 eine Generalinstandsetzung beschlossen wurde.

Nach der Generalsanierung

Vier von fünf Höfe wurden für den Besucherrundgang mit Skulpturenausstellung erschlossen. Dem Masterplan Museumsinsel entsprechend wurde auch ein Anschluss vom Bode-Museum zum Pergamonmuseum hergestellt. Im November 2005 wurde bei der symbolischen Schlüsselübergabe die Bauzeit offiziell beendet. Zeitgemäße Sehgewohnheiten tragen fortan der Museumsbesucher Rechnung. So sind etwa die Wände sowie Sockel meist weiß gestrichen und die Kunstobjekte sind locker angeordnet. Nicht selten stehen Skulpturen frei im Raum, offen und lebendig wirkt die Anmutung. Das ursprüngliche Konzept Bodes ist dabei erkennbar zitiert. Es befinden sich hier nach wie vor historisch Ausstellungsdetails, Decken, Böden und einzelne Möbelstücke bereichern die vielen Ausstellungsräume.

Museumsbesucher im Bode-Museum

Besucher des für 152 Millionen Euro generalsanierten Bode-Museums erwartet 66 Ausstellungsräume auf einer Geschossfläche von insgesamt 25.000 Quadratmeter. Die Hauptnutzungsfläche ist immerhin 11.000 Quadratmeter groß. Hier befinden sich eine Studiensammlung mit italienischen Werken, eine Kindergalerie, ein Museumsshop und eine Cafeteria.