Knut Schmidt-Nielsen wurde am 25. September 1914 in Trondheim, Norwegen geboren. Er verstarb am 25. Januar im Jahr 2007 in Durham, was in North Carolina, Amerika liegt. Hier befand sich sein letzter Wohnsitz. Knut Schmidt-Nielsen war ein bedeutender Forscher sowie Lehrbuchautor auf den Gebieten der Tierphysiologie und Ökophysiologie. Vor allem die Vergleichende Physiologie prägte er. Er studierte zuerst Bergwerkskunde und Metallverarbeitung, anschließend Zoologie in Kopenhagen und verließ seine Heimat 1946 mit seiner Familie, indem er in die USA ging. Dort besuchte er zu Erst für 1 Jahr die Stanford University, anschließend verbrachte er am College of Medicine an der University of Cincinnati 3 Jahre. Der Forscher arbeitete von 1952 bis zu seinem Ruhestand 1980 als Professor an der Duke University, wo er das Gebiet Physiologie vertrat. In seiner gesamten Karriere veröffentlichte Knut Schmidt-Nielsen 270 Zeitschriftenartikel und fünf Bücher, diese wurden in 16 verschiedene Sprachen übersetzt.

Seine Forschungen beziehen sich auf die Anpassung physiologischer Aspekte verschiedener Tiere, hierbei ging es darum inwiefern Tiere Anpassungsfähigkeit in extremen Lebensräumen (Biotopen) entwickeln können und wie sie sich verhalten. Knut Schmidt-Nielsen nutzte für seine Forschungen extreme Lebensräume wie die Arktis oder die Sahara, in denen Wassermangel und eine starke Temperaturumstellung im Vergleich zu der gewohnten Temperatur vorhanden sind. Das Interesse des gebürtigen Norweger galt besonders zunächst den aus Arizona stammenden Kängururatten, Fröschen und später vor allem Kamelen. Knut Schmidt-Nielsen erforschte Dromedare, sie gehören zur Familie der Kamele, sind Paarhufer und Trampeltiere. Mit der Erforschung dieser Tiere verbrachte er 20 Jahre. Aufgrund seiner Forschungsergebnisse entstand die falsche Annahme, dass die Höcker dieser Tiere als Wasserspeicher dienen, die Höcker eines Kamels sind jedoch ein Fettspeicher und erst nach einem erfolgtem Stoffwechsel von Fett entsteht ebenfalls Wasser. Knut Schmidt-Nielsen konnte jedoch nachweisen, wie stark diese Wüstentiere ihre Nieren, Nasenschleimhäute und Wärmeregulation anpassen um den harten Umständen ihres Lebensraumes zu trotzen.

Knut Schmidt-Nielsen erforschte mit Leidenschaft die Anpassungsfähigkeit von Tieren: Neben dem Dromedar erlangte er fundamentale Kenntnisse über den Strauss.

Knut Schmidt-Nielsen erforschte mit Leidenschaft die Anpassungsfähigkeit von Tieren: Neben dem Dromedar erlangte er fundamentale Kenntnisse über den Strauss.

Des Weiteren erzielte Knut Schmidt-Nielsen große Forschungserfolge indem er nachweisen konnte, dass Amphibien und Reptilien, die im Salzwasser leben, besondere Drüsen entwickelt haben, durch diese sie Salz aus ihrem Körper entfernen können. Er wies außerdem nach, welche evolutionären Anpassungen der Strauß besitzt, die ihm ermöglichen sich durch Steppenlandschaften in hoher Geschwindigkeit fortzubewegen ohne zu schwitzen. In Zusammenarbeit mit William Bretz beschrieb Knut Schmidt-Nielsen erstmals die Atemtechnik der Vögel, welche sich durch Besonderheiten deutlich von der Atemtechnik der Säugetiere unterscheidet.

Der Verstorbene Forscher war Mitglied wichtiger akademischer Bünde: Er trat der französischen „Académie des sciences„, der aus den USA stammenden „National Academy of Science“ und der „Royal Society of London“ aus England bei. In Japan wurde er mit einer biologischen Auszeichnung geehrt, die in Asien ein unvergleichbar hohes Ansehen genießt.