Zunächst einmal sind die Tiere in verschiedene Klassen sortiert. Paarhufer gehören zu den Säugetieren. Sie haben, wie der Name schon sagt, Hufe, die in Wahrheit Weiterbildung der großen Zehnägel sind. Paarhufer haben statt einem Huf, wie zum Beispiel Pferde, zwei oder vier Hufe, die in der Mitte gespalten sind. Dieses äußere Merkmal betrifft in der Regel Wald- und Bergtiere. Doch Exemplare der afrikanischen Savanne gehören genauso zur Kategorie der Paarhufer, wie auch viele der domestizierten Haustiere.

Unterordnungen der Paarhufer

Die Scheineartigen stellen die größte Gruppe der Paarhufer da.

Die Scheineartigen stellen die größte Gruppe der Paarhufer dar.

Die Tiere werden in vier Unterkategorien eingeordnet, die jede für sich eine eigene Art darstellen. Darunter sind auch Tiere, die die meisten Menschen niemals zu den Paarhufern zählen würden.

  • Die Schweineartigen (Suina)
  • Die Flusspferde
  • Die Kamele
  • Die Wiederkäuer (Ruminantia)

Zu den schweineartigen gehören so gut wie alle Schweine. Bei ihnen ist auf den ersten Blick der Spalt zwischen den Hufen zu erkennen. Die Flusspferde haben zwar mehrere Zehen, gehören aber dennoch zu den Paarhufern. Kamele, Dromedare, Alpakas und Guanakos haben ebenfalls einen gespaltenen Fuß und fügen sich in die Unterordnung ein. Die Wiederkäuer sind eine sehr verbreitete Ordnung der Paarhufer und lassen sich in viele weitere Ordnungen und Gattungen unterteilen.

  • Ziegen
  • Schafe
  • Giraffen
  • Rinder
  • Hirsche
  • Antilopen
  • Gazellen

Jedes, der aufgelisteten Tiere, ist Vegetarier und frisst ausschließlich Pflanzen. Sogar Flusspferde sind, obwohl ihr gewaltiges Maul anderes vermuten lässt, reine Pflanzenfresser. Die einzige Ausnahme durch die Nahrungsergänzung durch Insekten, Würmer oder Schnecken bilden die Schweine, da sie zu den Allesfressern gehören. Die kleinste Art der Paarhufer sind die Erdferkel, die eine Gesamtlänge von 45cm und ein Gewicht von bis zu 1,5kg erreichen. Ein absoluter Gegensatz dazu sind die größten Vertreter ihrer Art. Das Flusspferd mit 5 Metern Gesamtlänge und 4,5 Tonnen Körpergewicht und die Giraffe, die mit 5,5 Metern Höhe die Größte Gattung der Paarhufer vertritt. Die Wahrnehmung der Tiere ist dabei unterschiedlich. Alle Tiere haben einen sehr guten Hör- und Geruchssinn. Doch Wiederkäuer und Kamele sind zusätzlich mit einem, für Säugetiere sehr guten, Gesichtssinn ausgestattet. Sie können Bewegungen erstaunlich schnell wahrnehmen und zuordnen. Allerdings werden unbewegliche Objekte eher selten wahrgenommen, was das anschleichen von Löwen auf Antilopen beispielsweise erklärt.