Die Überlebenskünstler                                                                                                                                                                                 Trampeltiere gehören zu den Kamelen. Sie werden bis zu 3 m lang. Der Schwanz beträgt noch mal gut 45 cm. Die Höhe beträgt beachtliche 1,80 m. Hierbei handelt es sich um die Schulterhöhe und Nichtmal die Höhe der zwei Höcker sind mit eingerechnet. Sie bringen dazu ein Körpergewicht von 500 kg auf die Waage. Dromedare, die engen Verwandten der Kamele, sind wesentlich kleiner und schlanker gebaut. Der größte Unterschied ist dagegen, dass sie im Vergleich zum Trampeltier nur ein Höcker besitzen. Trampeltiere haben lange Beine und einen langen Hals, dadurch ist die Oberfläche des Körpers im Verhältnis zum Volumen recht groß. Das erleichtert die Wärmeabgabe.

Trampeltiere sind Paarhufer. Das heißt, sie haben zwei Zehen mit Hufen und zähe Sohlenpolster. Das Besondere am Trampeltier ist die Anpassung an die feindlichen Lebensbedingungen. Die Augen z. B. sind durch einen starken Tränenfluss vor dem wehenden Sand geschützt. Obendrein sind die Nasenlöcher mit Muskeln besetzt. Diese können damit verschlossen werden. Das verhindert, dass der Sand in die Nasenlöcher eindringt. Trampeltiere besitzen die Fähigkeit, innerhalb von 10 Minuten 120 Liter Wasser zu trinken. Die Flüssigkeit wird im Gewebe gespeichert und kann bei Wassermangel an den Kreislauf zurück gegeben werden. Das zusammen macht sie zu wahren Überlebenskünstler in der Wüste.

Lebensweise der Trampeltiere

Die meisten Trampeltiere leben heute lediglich noch als Haustiere oder Nutztiere, bei Nomadenstämmen oder Scheichs. Es gibt jedoch noch wenige wild lebende Kamele. Sie leben in Gruppen von bis zu 15 Tieren. Dazu gehören ein Hengst und der Rest sind Stuten. Die Herden sind scheu und flüchten bei Störungen, indem sie jeweils das Vorder- und Hinterbein einer Seite, gleichzeitig bewegen. Kamele sind, trotz der Hitze, überwiegend tagaktiv. Zudem können sie, im Gegensatz zu vielen Meinungen, schwimmen. Das tun sie zwar ungern, wenn sie jedoch dazu gezwungen sind, gehen sie tatsächlich ins Wasser und schwimmen. Trampeltiere sind Pflanzenfresser und fressen selbst salzige oder dornige Pflanzen. Die Tiere sind überwiegend misstrauisch, stur und bis zu einem gewissen Grad auch bösartig.

Lebensraum der „Wüstenschiffe“

Die Trampeltiere tragen Menschen durch die Wüste und werden deshalb auch "Wüstenschiffe" genannt.

Die Trampeltiere tragen Menschen durch die Wüste und werden deshalb auch „Wüstenschiffe“ genannt.

Die ursprüngliche Heimat aller Kamelarten war zu Urzeiten Nordamerika. Durch Wanderungen über die Landbrücke der Beringstraße, gelangten sie vor langer Zeit nach Asien und Afrika. Trampeltiere sind heute ausschließlich noch in den asiatischen Wüsten und Steppen verbreitet und werden dort heute noch als Nutztiere eingesetzt, was Ihnen den Beinamen „Wüstenschiff“ einbrachte.

Verbreitungsgebiete

  • Kasachstan
  • südliche Mongolei
  • nordwestliches China
  • Kleinasien
  • Mandschurei
  • Omsk in Westsibirien