Beim Dromedar, oder mit wissenschaftlichem Namen auch Camelus dromedarius genannt, handelt es sich um ein Säugetier der Ordnung der Paarhufer. Das Dromedar gehört zur Familie der Kamele. Es verfügt über einen Höcker und unterscheidet sich so unter anderem vom Trampeltier (Camelus ferus bactrianus), welches zwei Höcker und mehr Kraft besitzt als das Dromedar.

Das Dromedar wird in den Wüstengebieten als Reittier genutzt, denn seine Eigenschaften sind an die schwierigen Rahmenbedingungen der Wüste angepasst.

Das Dromedar wird in den Wüstengebieten als Reittier genutzt, denn seine Eigenschaften sind an die schwierigen Rahmenbedingungen der Wüste angepasst.

Dieses Tier war schon in alter Zeit als Reit- und Lasttier beliebt und dies vor allem in Wüstengebieten Afrikas und Asiens. Und tatsächlich ist das Dromedar wie geschaffen für das harte Wüstenleben. So besitzt dieses Tier zum Beispiel dichtes Fell, welches es vor der Hitze in solchen Gebieten schützt. Da es in Wüstengebieten oft zu Sandstürmen kommt, kann das Dromedar seine schmalen Nasenlöcher einfach schließen, was das Eindringen des Sandes verhindert. Auch die Augen des Dromedars werden bei solchen Sandstürmen geschützt, da es sehr lange Wimpern besitzt. Des Weiteren bieten die Form der Füße und die Schwielensohlen sicheren Halt auf dem Wüstenboden.

Was das Futter angeht, kann dieses Tier dank seiner kräftigen Zähne so gut wie alles kauen. Bei diesem Tier handelt es sich um ein sehr genügsames Wesen, denn es braucht nicht viel Getreidefutter und kann auch Pflanzen essen, die in der Wüste wachsen.

Der Höcker dieses Kamels beinhaltet keine Wasserreserven, wie oft angenommen wird, sondern es dient als Vorratskammer, da hier die Fettreserven dieses Tieres gespeichert werden. Ist dieser Vorrat im Höcker nicht prall gefüllt, kippt der Höcker zu einer Seite über. Dieser Höcker dient dem Menschen auch dazu, Lasten, die das Dromedar tragen soll, an diesem zu befestigen.

Dieses Tier kann lange Zeit ohne Wasseraufnahme in der Wüste ausharren. Dies liegt unter anderem an seiner Nase und dessen Schleimhäuten, denn mit diesen kann es die Konzentration des Wasserdampfes der ausgeatmeten Luft verringern. Auch transpiriert das Dromedar nicht so wie andere Säugetiere, da dessen Körpertemperatur um einige Grade schwanken kann, ohne dass es zu spürbaren Folgen für dieses Tier kommt. Die Nieren spielen ebenfalls eine Rolle dabei, dass dieses Tier so lange Zeit ohne Wasser überleben kann. Viele dieser Eigenheiten wurden durch norwegischen Forscher Knut Schmidt-Nielsen erkannt und beschrieben.

Dieses Kamel kann, im Gegensatz zum Menschen und den meisten anderen Tieren, ein Viertel seines Körpergewichtes durch Flüssigkeitsverlust verlieren ohne dabei Schaden zu nehmen. Wenn es Durst hat und Wasser verfügbar ist, dann kann das Dromedar innerhalb von 10 Minuten ca. 135 Liter Wasser trinken.

Dieses Kamel ist für den Menschen noch aus anderem Grund nützlich, denn aus Kamelhaar kann man Stoff weben und Kleidungsstücke herstellen.