Das Adriatische Meer, auch bekannt als die Adria, ist das längliche nördliche Seitenbecken des Mittelmeers, welches zwischen Italien und dem Balkan gelegen ist. Während auf der Apenninhalbinsel Italien der einzige Anrainer ist, teilen sich auf der Balkanhalbinsel gleich 5 Staaten die lange Küstenlinie.

Neben Kroatien, Montenegro und Albanien besitzen auch Slowenien und Bosnien-Herzegowina Zugang zur Adria. Das ungefähr 820 Kilometer lange und im Durchschnitt 160 Kilometer breite Seitenbecken wird an seinem südlichen Ende durch die Meerenge „Straße von Otranto“ zwischen Italien und Albanien gegenüber seiner großen Schwester, dem Mittelmeer abgeschlossen.

Den Küstenverlauf auf italienischer Seite bildet im Norden die große Poebene von Triest bis Rimini. Südlich der berühmten Lagunenstadt hat der Po durch jahrelange Sedimentation sein berühmtes, weitgehend naturnahes Delta gebildet. Richtung Süden beherrschen die letzten Seitenausläufer des Gebirgszuges der Apenninen das gegenüber dem Norden hügeligere Küstenbild. Einzige Ausnahme in der ansonsten sehr gleichmäßig verlaufenden italienischen Adriaküste ist die vom Gargano-Gebirge gebildete, in die Adria hineinragende Halbinsel. Ihr nördlich vorgelagert sind die einzigen Adriainseln Italiens, die Tremiti-Inseln und Pianosa. Zeichnet sich die italienische Küste durch eine auffällige Inselarmut aus, so zerklüftet und zergliedert erscheint der östliche Küstenverlauf der Balkaninsel. Allein die Dalmatischen Inseln mit prominenten Vertretern, wie Krk, Hvar oder Brac bescheren Kroatien einen unglaublichen Inselreichtum. Auch die weiter nördlich gelegene Halbinsel Istrien erfreut sich als Urlaubsziel internationaler Bekanntheit. Im Süden der Balkaninsel, im Bereich von Montenegro und Albanien, nimmt die Küste wieder den von italienischer Seite bekannten gleichmäßigen, geraden Verlauf.

Sehr warme, trockene Sommer und milde, feuchte Winter zeichnen das Klima am Adriatischen Meer aus. Während der warmen Jahreszeit herrschen beständig schwache Winde, die an heißen Tagen für eine angenehme Kühle sorgen, im Winter bringt entweder der Scirocco von Nordafrika warme oder der Bora vom Balkan kalte Winde an die Adriaküste. Das angenehme Klima gepaart mit einzigartiger Natur, angenehmen Wassertemperaturen und zahlreichen Seebädern sowie wunderschönen Küstenorten beiderseits der Adria sorgt das ganze Jahr über für einen ausgeprägten Badetourismus. Die Lagunenstadt Venedig, das naturnahe, ruhige Podelta, bekannte Seebäder wie Rimini, Riccione oder Senigallia, traumhafte Fischerorte wie Fano, Chioggia oder San Benedetto aber auch malerische Altstädte sind Urlaubsziele, die den Badetourismus an der italienischen Adriaküste prägen. Auf kroatischer Seite bilden die Dalmatischen Inseln sowie die bekannten Küstenstädte Dubrovnik, Zadar oder Split das touristische Rückgrat. Touristisch bisher weitgehend unerschlossen ist die albanische Riviera, die jedoch ein Geheimtipp für alle Urlauber ist, die die Ruhe vor dem Trubel in den touristischen Hochburgen suchen.