Das Flaggschiff, also das führende Schiff auf der ersten Reise von Christoph Kolumbus war die Santa Maria. Leider gibt es keine genauen Aufzeichnungen über Kolumbus Schiffe. Die meisten Informationen stammen aus dem Logbuch. So war die Santa Maria wohl eine Mischung aus zwei Schiffstypen. Ihr Aufbau spricht eher für eine Karaelle, aber die Segel sprechen eher für eine Karcke. So wird sie auch als Karacke angesehen. Leider lief die Santa Maria am 25. Dezember 1492 auf eine Sandbank und konnte nicht mehr gerettet werden. Aber ihr Holz wurde für die ersten Unterkünfte genutzt.

Wie viele Begleitschiffe hatte die Santa Maria?

Die Santa Maria mit ihren Schwesterschiffen Nina und Pinta

Die Santa Maria mit ihren Schwesterschiffen Nina und Pinta

Die Santa Maria wurde von zwei kleineren Schiffen begleitet. Eins war die Nina, welches spanisch ist und kleines Mädchen bedeutet und das Andere war die Pinta, von der aus zum ersten Mal Land gesichtet wurde. Eigentlich wollte Kolumbus den Seeweg nach Indien finden und fand die ersten Inseln von Amerika.

Welche Unterstützer hatte Kolumbus bei seiner Reise mit der Santa Maria?

Kolumbus wollte einen westlicheren Weg nach China finden. Er hatte die Entdeckung gemacht, dass die Erde keine Scheibe sein konnte. Da so ein Vorhaben allerdings relativ Kostenintensiv ist, brauchte er dazu die Unterstützung eines Staatsoberhauptes. Im Jahr 1484 begann er seine Suche beim portugiesischen König, ohne Erfolg. Ein Jahr später wandte er sich an Königin Isabell I. und König Ferdinand II. Beide hatten ihre Reiche durch Heirat vereint. Das Reich entspricht dem heutigen Spanien. Zuerst waren sie zu sehr von den Mauren abgelenkt, dann scheiterte es fast an den hohen Ansprüchen von Kolumbus. Aber zu Schluss einigten sich die Parteien und Königin Isabell und König Ferdinand finanzierten die erste Entdeckungsreise von Kolumbus.

Gibt es Nachbauten von der Santa Maria?

Es gibt sogar einen Nachbau der Santa Maria, der noch unter Segeln steht. Im Jahr 1997 begann der Niederländer Rob Wijntje seinen Traum zu verwirklichen und machte sich mit Hilfe von Experten, alter Risse und Bilder des Originalschiffes an den Nachbau. Nach einem Jahr war es geschafft.

Kleine Abweichungen gibt es. Falls der Wind nicht wehen will oder man Unterstützung anderer Art braucht, gibt es ein 455-PS-Dieselmotor. Zudem gibt es ein bisschen Luxus, nämlich eine Bar im Heck und funktionierende Toilette. Man findet den Nachbau an der Südwestküste von Madeira.