Die Entdeckung Amerikas liegt streng genommen über 15 000 Jahre zurück, denn bereits nach dem Ende der letzten Eiszeit wurde der amerikanische Kontinent besiedelt. Dennoch sind es die mutigen Seefahrer des späten Mittelalters, die das unbekannte Land sichteten, erkundeten und seine Existenz schriftlich festhielten.

Die Entdeckung Amerikas durch Eriksson

Die Erstentdeckung Amerikas wird Leif Eriksson zugeschrieben

Die Erstentdeckung Amerikas wird Leif Eriksson zugeschrieben

Die erste Entdeckung Amerikas wird dem Isländer Leif Eriksson zugeschrieben. Dieser soll laut der Vinland-Sagas bereits im Jahr 1000 amerikanischen Boden betreten haben. Die Legende erzählt jedoch zwei Geschichten. In der ersten heißt es, Eriksson sei durch Zufall auf einer Rückreise von Norwegen von Grönland vom Kurs abgekommen und dabei auf die Nordostküste Amerikas gestoßen. Eine zweite Version erzählt davon wie bereits im Jahr 986 der Händler Bjarni Herjólfsson auf einer Reise ein dicht bewaldetes Land gesehen, es aber nicht betreten habe. Allein anhand der Schilderungen Herjólfssons machte sich Leif Eriksson mit einigen Wikingerschiffen dann einige Jahre auf die Suche nach diesem unbekannten Land. Über den genauen Ankunftsort der Besatzung um Eriksson kann nur spekuliert werden. Laut verschiedener Sagen kommen Gebiete wie Labrador,Vinland oder Neufundland in Frage. Einige Historiker sprechen hingegen von Boston oder sogar New York.

Kolumbus und die Entdeckung Amerikas

Obwohl Eriksson der Erste war, der den amerikanischen Kontinent gesichtet hat, fällt gegenwärtig jedoch immer wieder der Name Christoph Kolumbus im Zusammenhang mit der Entdeckung Amerikas. Der italienische Seefahrer in spanischen Diensten entdeckte das neue Land hingegen zufällig. Vorausgegangen war im Jahr 1488 der Wunsch des spanischen Königspaares Ferdinand und Isabel den Portugiesen beim Gewürzhandel mit Indien den Rang abzulaufen. Erreichen sollte dies Christoph Kolumbus, indem er eine kürzere Route in den Westen auskundschaften sollte. Im August 1492 stach er daraufhin in Andalusien mit seinen 3 Schiffen Pinta, Nina und Santa Maria in See. Die ungünstigen Wetterverhältnisse führten zu ständigen unbeabsichtigten Kursänderungen. Nach vielen Wochen auf See konnte am 12. Oktober endlich Land gesichtet werden. Kolumbus hatte mit seinen Schiffen die Inselgruppen der Bahamas erreicht. Später bekamen andere Seefahrer wie Giovanni Caboto, João Vaz Corte-Real oder Paul Knudson durch die Schilderungen Kolumbus die Möglichkeit weitere Teile des Landes zu erschließen.