Christoph Kolumbus wurde Seemann, besaß gute Kenntnisse in der Navigation und hatte Entdeckerdrang, nicht bekannte Gewässer zu erkunden. Bereits früh entschloss er sich, gen Westen zu segeln. Christoph Kolumbus zog nach Lissabon um, wo er den bis an den Horizont reichenden Atlantik sehen konnte. Er beschloss, die indische Ostseite und Japan über den Atlantischen Ozean zu erreichen, in die Tat umzusetzen.

Christoph Kolumbus stach am 3. August 1492 in See

Christoph Kolumbus stach am 3. August 1492 in See

Da Christoph Kolumbus keine Reichtümer besaß, versuchte er, den König von Portugal für sein Vorhaben zu gewinnen. Da dieser ablehnte, wandte er sich an das spanische Königshaus. Er trug seinen Plan König Ferdinand von Aragonien und Königin Isabella von Kastilien vor. Die Überprüfung und Freigabe des Planes von Kolumbus nahm mehrere Jahre in Anspruch. Schließlich war Königin Isabella bereit, den Plan finanziell zu unterstützen, obwohl die Gelehrten Christoph Kolumbus Plan ablehnend gegenüber stehen.

Am 3. August 1492 verließ Kolumbus mit drei kleinen Segelschiffen Nina und Pinta sowie insgesamt neunzig Besatzungsmitgliedern den Hafen Palos. Am 12. Oktober 1492 erreichte Christoph Kolumbus die Insel Guanahani,die heute zu den Bahamas zählt, sowie beim Weitersegeln Kuba und Haiti. Sieben Monate später erreichte Kolumbus mit seinen Schiffen im März 1493 den spanischen Hafen und glaubte, die westliche Passage nach Indien gefunden zu haben. Auf seiner zweiten Entdeckungsreise gelang Christoph Kolumbus auf die Niederländischen Antillen, Jamaika und Puerto Rico. Seine dritte Reise führte Christoph Kolumbus nach Trinidad und in die südamerikanische Orinocomündung. Unglücklicherweise wurde er in Ketten nach Spanien von dieser Reise zurückgesandt. Die vierte Seereise führte Kolumbus an die mittelamerikanische Küste. Zwischenzeitlich wurde ihm von Königin Isabella von Kastilien den Titel des Vizekönigs der Länder verliehen, die während seiner vierten Heimreise verstarb. Christoph Kolumbus starb in Valladolid am 20. Mai 1506. Bis zu seinem Ableben glaubte er, bei seinen Expeditionen den Seeweg nach Indien gefunden zu haben.

Obwohl schon fünfhundert Jahre früher Amerika entdeckt wurde, errang Christoph Kolumbus Berühmtheit als der Entdecker Amerikas. Durch Kolumbus fanden europäische Nationen neues Land zur Besiedlung und Rohstoffe. Für die Ureinwohner Amerikas brachte die europäische Kolonialisierung nichts positives.

Herkunfstheorien des Christoph Kolumbus

Woher kommt Christoph Kolumbus?

Eigentlich war die Sache längst klar: Der berühmte Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus wurde in der italienischen Hafenstadt Genua geboren. Doch vierhundert Jahre nach der Entdeckung Amerikas behaupteten andere Städte in Italien, Spanien und Portugal auf einmal, dass er dort geboren worden sei. Seither widmete sich die Forschung der Frage nach seinem wahren Geburtsort.

Theorie über eine iberische Abstammung

Es mehrten sich die Stimmen, dass Christoph Kolumbus in Wirklichkeit aus Spanien oder Portugal stammen könnte. Herangezogen wurden dabei verschiedene Argumente. Eine Theorie weist darauf hin, das Kolumbus seine Briefe und Notizen nicht in italienischer Sprache, sondern auf Kastilisch verfasste. Von daher lag die Vermutung nahe, dass er in Wirklichkeit aus Spanien stammte. Gegner dieser Argumentation halten dagegen, dass das Italienische in der damaligen Zeit gar keine Schriftsprache gewesen sei und dies von daher kein Beweis für eine iberische Herkunft sein könne. Auch seine Abstammung von seinem Vater, dem Genueser Wollweber Domenico Colombo, wird von einigen angezweifelt. Angeführt wird das Argument, dass Kolumbus eine gehobene soziale Stellung inne hat, die auf eine andere Herkunft schließen lassen würde. Andererseits könnte diese soziale Stellung ebenso durch seine Heirat mit seiner adligen Ehefrau Filipa Perestrelo e Moniz und seine umfassende Bildung erklärt werden.

Kolumbus als Schotte

Einige Ahnenforscher vermuteten sogar, dass der Seefahrer von Schotten abstammen könnte. Diese Annahme sei direkt auf seinen Namen zurückzuführen: Er solle ein Nachfahre der Händlerfamilie Scotto aus Genua sein, die wiederum von der schottischen Douglas-Dynastie abstammt. Sein ursprünglicher Geburtsname würde nach dieser Theorie eigentlich Pedro Scotto lauten. Als er dann später für den Piraten Vincenzo Colombo arbeitete, nahm Kolumbus seinen späteren Namen an, damit kein schlechtes Licht auf seine Familie fiel. Ein weiterer „Beweis“ für seine schottische Herkunft wären außerdem seine blauen Augen und die helle Haarfarbe

Möglicher Bezug zum Judentum

Auch eine Herkunft aus einer jüdischen Familie wird diskutiert. Es wird angenommen, dass Kolumbus seine jüdische Vergangenheit verheimlicht hat, da ihm als Jude die Unterstützung durch die katholischen Herrscher Isabella und Ferdinand verwehrt geblieben wäre. Zu der Zeit, als Kolumbus seine Expedition vorbereitete, verfügten die beiden, dass alle Juden unverzüglich das Land verlassen sollten. Dies wird als Grund für das Verleugnen seiner Herkunft angegeben.

Kolumbus wahrer Geburtsort ist nach wie vor ein Rätsel. Bis heute konnte die Frage nach seiner Herkunft nicht abschließend geklärt werden.