Das Mittelmeer ist ein 2,5 Quadratkilometer großes und 5,26 m tiefes Binnenmeer. Es ist den Binnenmeeren zuzuordnen, da es von den Kontinenten Europa, Asien und Afrika eingeschlossen ist. Bei einem mediterranen Subtropenklima bis zu warmen klimatischen Verhältnissen verfügt es über einen geringen Süßwasseranteil. Der Salzgehalt ist gegenüber dem Atlantik jedoch am höchsten. Somit besitzt das europäische Mittelmeer eine ausgesprochen hohe Artenvielfalt.

Welche Arten gibt es und wo findet man sie?

Geschätzte 17.000 Wesen an Meeresbewohnern halten sich im Mittelmeer auf. Das entspricht 10 % der bisher erforschten Arten aller Meere. Seit Eröffnung des Suez Kanals finden sich auch Gruppen des Roten Meeres wieder.
Aufgrund der klimatischen Bedingungen trifft man auf Wärme und Kälte liebende Tiere.
Unter den Säugetieren finden sich hauptsächlich:

  • Schwertwal
  • Gemeiner Delfin
  • Schweinswal

Zu den Knochenfischen zählen:

  • Barsche
  • Schwertfische
  • Aale
  • Stör
  • Makrele
  • Seeteufel
  • Drachenfische

Sowie Knorpelfische:

  • Engelhai
  • Sandtiger
  • Weißer Hai
  • Kleiner Katzenhai
  • Verschiedene Arten an Rochen

Kopffüßler:

  • Kalmare
  • Kraken

Stachelhäuter:

  • Haarstern
  • Seegurke

Kriechtiere:
Seeschildkröten, wie die „Echte Karettschildkröte“ oder „Grüne Schildkröte“.
Und natürlich auch diverse Arten an Muscheln, Schnecken, Krebsen, Quallen und Algen (Grün, Braun oder Rotalgen).

Viele der Meeresbewohner haben ihre bevorzugen Plätze.

Der Engelhai, welcher im Übrigen auch an der Ostsee, dem Atlantik und dem Schwarzen Meer anzutreffen ist, hält sich am liebsten auf Sand und Geröllböden auf.
Der weiße Hai bevorzugt die Küstennähe im westlichen Mittelmeer und der kleine Katzenhai ist im Flachwassergebiet bis 400 m anzutreffen.
Schwertwale, Schweinswale oder Delfine lieben seichtere Gewässer. Den Schweinswal trifft man in sogar in Küstengewässern.
Die Kraken, insbesondere der seltene Große Kraken, leben nachtaktiv auf Sand und korallenem Untergrund.
Die „Echte Karettschildkröte“ bewegt sich häufig über Sand.
Besonders schön anzusehen sind Knurrhähne, Zitterrochen und Papageifische.

Die Natur meint es gut, nur der Mensch leider nicht!

Besondere Arten, wie die Mönchsrobbe, der Blauflossenthunfisch oder die Lungenqualle als größte Meduse im Mittelmeer, zählen zu den stark gefährdeten Tieren, und sind von der Ausrottung bedroht. Einen entscheidenden Anteil daran tragen der unsanfte Tourismus, die Verschmutzung und der wirtschaftliche Gedanke, welcher zu einer Überfischung führt. Den Meeresschützern ist es ein großes Anliegen diese Arten zu erhalten. Deshalb setzen sich für den Bau und den Erhalt von entsprechenden Schutzzonen ein. Beispielsweise werden im adriatischen Gebiet zwischen den kroatischen Inseln Cres und Losinj vorwiegend Delfine beherbergt. 2006 wurde dieses Gebiet zum Delfinschutzgebiet erklärt. Besonders diese große Artenvielfalt, über die das Mittelmeer verfügt, gilt es zu erhalten, denn sie ist maßgeblich für den Erhalt des biologischen Gleichgewichtes.