Bergsteigerparadies – Eiger Nordwand

Die Eiger Nordwand befindet sich am gleichnamigen Berg, dem Eiger, in den Alpen. Der Eiger selbst ist 3970 Meter hoch. Die Nordwand ist, mit ungefähr 1650 Metern, eine der größten Nordwände der Alpen. Eine Kletterroute an der Eiger Nordwand kann sich bis zu einer Strecke von vier Kilometern erstrecken. Eine solche Route zählt damit zu den Längsten und Anstrengendsten der Alpenregion. Dabei ist die Gefahr von Lawinen und Steinschlägen ziemlich groß. Viele dramatische Geschichten von Besteigungen gibt es. Da die Wand von Grindelwald und vom Kleinen Scheidegg sehr gut einsehbar ist, hat sie ein gehobenes öffentliches Interesse.

Die Eiger Nordwand erleben

Die Eiger Nordwand ist ein Kletterparadies mit Herrausforderungen. ( Bildquelle: © Daniel Etzold - Fotolia.com )

Die Eiger Nordwand ist ein Kletterparadies mit Herrausforderungen. ( Bildquelle: © Daniel Etzold – Fotolia.com )

Die Eiger Nordwand steht südwestlich von Grindelwald, im Kanton Bern. Somit ist die Wand Teil der Schweizer Alpen, spezieller, der Berner Alpen. Genau genommen ist die berühmte Wand sogar eine Nordwestwand. Die Grenze des UNESCO Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn verläuft am Fuße der Nordseite. Teile des großen Tunnels der Jungfraubahn sind im Fels, hinter der Nordwand und auf dem Jungfraujoch, zu finden. Die Aussichtsgalerie der Station Eigerwand befindet sich auch in der Nordwand. Die komplette Eiger Nordwand besteht aus Kalkstein und ist eine beliebtes Ausflugsziel zum Klettern.

Die Eiger Nordwand ist nicht ungefährlich: So verunglückte 1935 eine zweier Seilschaft, beim Durchsteigungsversuch, tödlich. Ein Jahr später ereignete sich das wohl bekannteste Bergsteigerdrama der Eiger Nordwand. Bei dem Versuch der Erstbesteigung, 1936, starben alle Bergsteiger einer vierer Seilschaft, darunter Toni Kurz der zuvor viele Erstbesteigungen in den Alpen durchgeführt hatte. Erst 1938 gelang es einer vierer Seilschaft die tatsächliche Erstbegehung. Anderl Heckmair, Ludwig Vörg, Heinrich Harrer, sowie Fritz Kasparek waren die ersten Bezwinger der Wand.

Rekordjagd an der Wand

Die Erstbesteiger brauchten für ihr Vorhaben lange drei Tage. Dagegen wurde im April 2011 auf der Heckmair-Route ein neuer Rekord von 2 Stunden und 28 Minuten aufgestellt. Spitzenalpinisten sind somit in der Lage die Wand durchaus innerhalb weniger Stunden zu besteigen.

Bergsteiger, die allein die Eiger Nordwand bezwingen wollen, brauchen in der Regel weniger Zeit, da sie sich nicht um die Partnersicherung kümmern müssen. Speedklettern ist damit auch an der Nordwand beliebt. Ein neuer Klettertrend ist der, des Freikletterns. Die Jagd nach Rekorden sieht so aus:

1963 Michel Darbellay 2 Tage
1981 Ueli Bühler 8 Std. 30 Min.
1982 Francek Knez 6 Std.
1983 Thomas Bubendorfer 4 Std. 50 Min.
2003 Christoph Hainz 4 Std. 30 Min.
2007 Ueli Steck 3 Std. 54 Min.
2008 Ueli Steck 2 Std. 48 Min.
2011 Daniel Arnold 2 Std. 28 Min.

Routen und Schwierigkeitsgrade

Es führen heute mehr als 30 Routen durch die Wand. Bis 1969 waren es erst sechs Routen. 16 weitere folgten zwischen 1971 und 1988. Alle weiteren Routen entstanden nach 1991. Der Schwierigkeitsgrad der Routen wird durchschnittlich als sehr schwierig bewertet. Unter dem mittleren Schwierigkeitsgrad IV+ findet man hier keine Route, dies bedeutet, dass die Kletterer sehr erfahren sein müssen, mehrere Zwischensicherungen sind in jedem Fall nötig, um diese Routen zu bewerkstelligen. Der schwierigste Aufstieg wird mit einem Schwierigkeitsgrad von X- angegeben. Dies ist die Leistungsobergrenze bei Alpinklettern und fällt unter die Klassifizierung des Extremsports.

Klettern in der Eiger Nordwand

Die Eiger Nordwand steht auf der Liste eines jeden Bergsteigers, der das Klettern als Extremsport betreibt. Respekt flößen ihm die hohen Viertausender und Achttausender beim Klettern ein. Aber es packen den Bergsteiger auch der persönliche Ehrgeiz und natürlich auch das Bedürfnis sagen zu können, dass er beim Klettern schon die Eiger-Nordwand bezwungen hat. Doch wer hoch hinaus will, muss klein anfangen, auch beim Klettern.

Welche Ausrüstung ist notwendig?

Damit man nach dem Aufstieg auch die Aussicht genießen kann, benötigt man eine passende, professionelle Ausstattung. ( Bildquelle: © lassedesignen - Fotolia.com )

Damit man nach dem Aufstieg auch die Aussicht genießen kann, benötigt man eine passende, professionelle Ausstattung. ( Bildquelle: © lassedesignen – Fotolia.com )

Neben der physischen und psychischen Herausforderung die Eiger-Nordwand zu bezwingen, kommt die logistische und technische Herausforderung sich diesem Klettern in Extremen auch wirklich aussetzen zu können. Was nutzt der beste Wunsch, wenn es schon am nötigen Equipment fehlt? Der geübte Kletterer braucht das passende Bergsteiger-Equipment eines Extremsportlers, um in der Eiger-Nordwand bestehen zu können. Das Wetter in einer Nordwand kann sich sehr schnell ändern. Schuhwerk, atmungsaktive Kleidung, Seile, Steigeisen, Pickel sollten von bester Qualität sein. Wer die Eiger-Nordwand besteigen will, wird öfters wiederkommen. Denn es gibt verschiedenste Strecken (30) in die Wand und auch die unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade. Kletterer sind gut beraten, sich einem versierten Bergführer zu suchen und anzuschließen. Hochalpinisten schaffen die Wand mittlerweile in knapp drei Stunden. Doch für die Allermeisten ist der Weg das Ziel, nicht das Tempo. Die dreißig verschieden Routen sind mittlerweile alle miteinander verbunden.

Die Eiger-Nordwand flößt Respekt ein

Die Eiger-Nordwand ist ein knapper Viertausender (3970 m) in den Berner Alpen in der Schweiz. Die Kletterrouten der Eiger-Nordwand gehören zu den längsten und auch zu den gefährlichsten. Abgehende Lawinen im Winter und Steinschläge im Sommer machen die Bergrouten, die bis zu vier Kilometer lang sein können, nicht grade zu den sichersten. Aber dennoch steht gerade die Eiger-Nordwand auf dem Programm von Kletterern in den Schweizer Alpen. Die schicksalhaften Tragödien waren später Stoff für weltberühmte Film-Melodramen schon in der Stummfilmzeit. Die Kreuze in der Wand erinnern noch heute daran, was sich hier abgespielt hat. Doch dieses Memento wird den Kletterer nicht zur Umkehr bewegen können, sondern eher zu noch größerer Sorgfalt und stark zusammenhaltenden Teamgeist. Klettern gehört heute neben dem Walken zu den beliebtesten Volkssportarten, die von fast jeder Altersschicht betrieben werden kann, aber eben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. 

Die schönsten Berge

Die Frage, welche Berge am besten zum Klettern und Besteigen geeignet sind, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Die Frage nach den bestmöglichen Bergen zum Klettern hängt maßgeblich von den persönlichen Vorlieben des Kletterers ab. Dabei kommt es nicht nur auf die Schönheit der Route, sondern auch auf die individuellen Fähigkeiten des Sportlers an. Der schönste Berg nützt nichts, wenn der Sportler überfordert ist und bereits nach wenigen zurückgelegten Höhenmetern aufgeben muss.

Wie finde ich die richtige Bergsteiger-Route für mich?

Bei der Wahl des zu erklimmenden Berges sollte auf verschiedene Faktoren geachtet werden. Die Höhe des Berges muss nicht immer ausschlaggebend sein, so gibt es hohe Berge mit einfachen Routen, aber auch niedrigere Berge an denen sich eingefleischte Profis die Zähne ausbeißen können.
Jeder Berg bietet zahlreiche Routen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgraden. Hier ist es nicht ratsam, den Schwierigkeitsgrad durch Ausprobieren heraus zu finden. 
Am besten sind die Sportler in den Händen eines kompetenten Bergführers aufgehoben. Doch solche Experten lassen sich ihre Ratschläge oftmals sehr gut bezahlen. Wer nur einmal ausprobieren möchte, ist hiermit nicht gut beraten. Stattdessen empfehlen sich Bücher. Diese bieten den Vorteil des geringen Anschaffungspreises und sind rund um die Uhr verfügbar. So kann auch unmittelbar vor dem Aufstieg noch einmal nachgeschlagen werden. Auf diesem Wege lässt sich das Risiko einer Selbstüberschätzung am effektivsten minimieren.

Die Vielfalt an Bergen

Die Zugspitze ist mit 2962,02 Metern Höhe eher geübten Kletterern zu empfehlen. ( Bildquelle: © eugen_z - Fotolia.com )

Die Zugspitze ist mit 2962,02 Metern Höhe eher geübten Kletterern zu empfehlen. ( Bildquelle: © eugen_z – Fotolia.com )

Wer bereits viel Erfahrung im Klettersport sammeln konnte und Hoch hinaus möchte, sollte unbedingt die Zugspitze erklimmen. Diese ist mit 2962,02 Metern Höhe besonders anspruchsvoll. Da gerade in der finalen Phase des Aufstiegs die Luft spürbar dünner wird. Für Anfänger gilt hier: Finger weg.
Der Schneefernerkopf ist zwar der zweit höchste Berg Deutschlands dennoch bietet dieser die Möglichkeit einer verhältnismäßig leichten Besteigung über die Zugspitzplatt. Dennoch ist der Berg, schon alleine durch seine enorme Höhe von bald 3000 Metern, anspruchsvoll und somit nur bedingt Anfänger tauglichWer ein wahrer Anfänger ist sollte sich an der Krottenspitze versuchen diese ist auch über Normalwege zu besteigen. Jedoch gibt es keine fest markierten Routen. Die Besteigung über die Normalwege bietet den Vorteil, dass der Sportler sich an körperliche Belastung in Kombination mit Höhenluft gewöhnen kann.

Zunächst einmal ist jeder Berg ein Projekt für sich. Es gibt kaum Gesetzmäßigkeiten, die sich auf jeden beliebigen Berg übertragen lassen. Dennoch ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Besteigung, als Extremsport ohne Lebensgefahr, stets eine realistische Selbsteinschätzung notwendig.

Gravierende Unterschiede bei den einzelnen Bergen bestehen aber im wesentlichen in der Höhe, dem Steigungswinkel und der Beschaffenheit des Gesteins. So gibt es besonders glatte Berge, aber auch Berge die dem Sportler einen guten Halt bieten.
Abschließend ist das Kletterparadies Eiger Nordwand in den Schweizer Alpen geübten Kletterern ans Herz zu legen.

Allerdings liegt die wahre Schönheit natürlich immer im Auge des Betrachters.

Bergsteigen als Extremsport

Bergsteigen als Extremsport ist eine Belastung und Beanspruchung des Körpers, bis zum Äußersten. Dabei geht es bei diesem Bergsteigen, um die Grenzerfahrung. Eine Kombination von Körper und Geist die sich in einer Grenzerfahrung befinden ist so meist nur in Religionen zu finden, spezielle im Hinduismus gehören zur Grenzerfahrung extreme körperliche Übungen mit dazu.

In die Berge gehen

Bei allen Extremsportarten geht es um einen gewissen Kick der Grenzerfahrung, der meist mit der Ausschüttung von Adrenalin zusammenhängt. ( Bildquelle: © Andrey Bandurenko - Fotolia.com )

Bei allen Extremsportarten geht es um einen gewissen Kick der Grenzerfahrung, der meist mit der Ausschüttung von Adrenalin zusammenhängt. ( Bildquelle: © Andrey Bandurenko – Fotolia.com )

Vor allem in den alpenländischen Regionen gehört es für Einheimische zum guten Ton einen Hausberg zu haben, der auf die eine oder andere Weise bezwungen wird. Abenteuerliche Extrem-Bergsteigertouren mit melodramatischen Szenenabläufen kennt man aus den schwarz-weiß Filmen des Schweizers Louis Trenker. Besonders deutlich wird in den Filmen der 50er und 60er Jahren, dass der „Berg ruft!„, dass der Berg herausfordert. Der Bergsteiger antwortet eben darauf und versucht sich der physischen und psychischen Herausforderung zu stellen, denn das Ziel ist, den Berg bezwungen zu haben. Deshalb steigert sich der Bergsteiger, der das Bergsteigen als Extremsport betreiben will, auch logistisch und technisch von Mal zu Mal, so dass er auch ausgewählte Extremstrecken beim Berggehen bewältigen kann. Dennoch ist das Risiko des Extremsportes Bergsteigen nicht unbedingt für jeden Kletterer sofort im Blick. Immer wieder erlebt man in den Alpen, das Anfänger nicht das richtige Equipment haben und deshalb umkehren müssen. Oder sich und andere auch in Gefahr bringen.

Die Höhe und Gefährlichkeit

Dabei kann es aber gerade der Reiz der Gefährlichkeit sein, auch beim Bergsteigen, sich der Gefahr auszusetzen. Deshalb wird der Bergsteiger sich selten alleine aufmachen. Extremes Bergsteigen ist bei vielen Geübten bis ins hohe Alter bekannt, so wie bei Louis Trenker und dem unlängst verstorbenen Reinhold Alt-Bischof Stecher von Innsbruck. Matterhorn oder Monte Blanc, Eiger Nordwand oder Bergsteigen wie Reinhold Messner im Himalaja Gebirge, die Motivationen dazu sind so unterschiedlich wie zahlreich. Für den Einen ist es das Adrenalin und für den Anderen sind es die Endorphine, die beim Bergsteigen eine Rolle spielen. Ein Einzelgänger ist der Bergsteiger grundsätzlich nicht, sondern das Bergsteigen erfordert ein absolutes Training im Vertrauen auf den Co-Bergsteiger. Diese psychologische Erfahrung wird heute auch schon bei Vertrauensübungen in Klimbing-Wänden eingesetzt. Ein Klettersport entwickelt aus dem Berggehen, der vor allem in Hallen ausgeübt wird.

Freiklettern

Klettern wird allgemein oft zum Extremsport gezählt, dabei stellt das Freiklettern eine besondere Herausforderung dar. Das Freiklettern unterscheidet sich im wesentlichen dadurch von anderen Kletter Disziplinen, dass es entweder am Fels in der Natur oder an einer künstlichen Wand durchgeführt wird. Dabei erfolgt die Fortbewegung mittels Händen und Füßen. Hilfsmittel sind beim Freiklettern grundsätzlich verboten. Seile und Karabiner sind zwar gestattet, dienen aber nur zur Sicherung des Sportlers und dürfen nicht zum schnelleren Vorankommen verwendet werden.

Ab ins Grüne

Beim Freiklettern schafft sich der Kletterer seine eigene Route: Eine Absicherung ist dabei unbedingt notwendig. ( Bildquelle: © Andreas P - Fotolia.com )

Beim Freiklettern schafft sich der Kletterer seine eigene Route: Eine Absicherung ist dabei unbedingt notwendig. ( Bildquelle: © Andreas P – Fotolia.com )

Das sächsische Freiklettern findet ausschließlich in der freien Natur stattDie Routen die bei dieser Art des Freikletterns zurückgelegt werden sind nie von Menschenhand geschaffen. Der besondere Anreiz entsteht dadurch, dass die Route absolut natürlich entstanden ist. Somit kann vorher nie sicher gesagt werden ob die Route geschafft wird, da hier kein normaler Schwierigkeitsgrad angelegt werden kann.
Da die Disziplin meist im Freien ausgeübt wird, ist der Kletterer weitestgehend auf sich allein gestellt. Hier entsteht keine Ablenkung durch andere Sportler in der Kletterhalle. Dennoch ist der Sportler viel härteren Bedingungen ausgesetzt. Gerade bei Routen die mehrere Stunden beanspruchen, ist es durchaus möglich das der Sportler während des Freikletterns von einem plötzlichen Wetterumschwung überrascht wird.

Freiklettern ist nicht Bergsteigen

Der wesentliche Unterschied zwischen Freiklettern und Bergsteigen liegt darin begründet, dass beim Freiklettern stets eine Sicherung verwendet werden muss. Das Bergsteigen erfolgt nicht ausschließlich an der Steilwand und ist somit oftmals körperlich weniger herausfordernd.
Wer ein richtiges Gefühl für das Freiklettern bekommen möchte, muss in die Berge.
Eine besonderes beliebte Herausforderung stellt dabei die Eiger Nordwand dar. Die Nordostwand ist besonders anspruchsvoll und sollte nur von erfahrenden Klettern benutzt werden.

Für wen ist diese Sportart interessant?

Dieser Extremsport ist für all jene spannend die eine besondere Herausforderung suchen.
Dabei ist diese Sportart absolut einzigartig und mit nichts wirklich vergleichbar. 
Dabei stellt die Kombination aus hoher konditioneller Anforderung und der benötigten Kraftausdauer die größte Herausforderung dar. Ein Kletterer sollte durchaus in der Lage sein Ängste zu überwinden und über den Willen verfügen bis an die äußerste Belastungsgrenze zu gehen. Dabei muss der Sport nicht zwangsläufig für Menschen ungeeignet sein, die nicht schwindelfrei sind. Höhenangst hat auch immer etwas mit Selbstbeherrschung und Gewohnheit zu tun. Wer sich für das Klettern interessiert, jedoch nicht schwindelfrei ist sollte sich davon nicht abhalten lassen. Stattdessen empfiehlt es sich die Höhe nach und nach zu steigern, bis schließlich kein Schwindelgefühl mehr auftritt unabhängig von der momentanen Höhe.