Ausbildungsplätze gelten nach wie vor als rar und wer heutzutage keine Flexibilität und Einsatzbereitschaft aufweist, wird es mitunter schwer haben, einen Job zu finden. In der Tourismusbranche sieht dies nicht anders aus, jedoch stehen in diesem Wirtschaftszweig weitaus mehr Arbeitsplatzangebote zur Verfügung, als in so manch anderen Branchen. Dies ist unter anderem auf die Vielfältigkeit der Berufe zurückzuführen, da der Begriff Tourismus breit gefächert ist.

Einen Job in der Tourismus Branche finden, gestaltet sich vor allem dann als einfach, wenn eine entsprechende Ausbildung im Vorhinein absolviert wurde. Als Beispiel hierfür dient die Ausbildung zum Hotelfachmann bzw. zur Hotelfachfrau. Die Kopplung an ein duales System, sprich Ausbildung und Studium gepaart, erhöht die Chancen umso mehr, da so zum einen praktisches Wissen in der Ausbildungsstätte und theoretisches Wissen in der Berufsschule vermittelt wird. Ein weiterer typischer Einstieg, um in der Tourismusbranche Fuß zu fassen, ist die duale Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann bzw. -frau. Voraussetzung ist in diesem Fall jedoch ein Abitur oder ein Fachabitur. Weitere Fremdsprachenkenntnisse sind ebenfalls von Vorteil und bei den potentiellen Arbeitgebern stets gern gesehen. Das Interesse an Geografie und anderen Kulturen spielt dabei keine mindere Rolle.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Viele der Berufseinsteiger, die sich für die Tourismusbranche entschieden haben, streben das Arbeiten im Ausland an. Diese Erfahrung ist für die meisten maßgebend für den weiteren beruflichen Werdegang, da der Auslandsaufenthalt ein weiterer Pluspunkt im Lebenslauf ist. So sind Destinationen, wie zum Beispiel Australien, die USA oder das Mittelmeer, die wohl am häufigsten auserwählten Ziele. Im Folgenden werden Tipps aufgelistet, wie das Bewerben im Ausland gut ankommt:

  • Zwei Dokumente: Die Bewerbungsmappe für das englischsprachige Ausland besteht aus dem Covering Letter (Anschreiben) und dem Curriculum Vitae (Lebenslauf). Schul- und Arbeitszeugnisse werden nicht beigefügt
  • Richtige Länge: Während das Anschreiben auf eine Seite muss, sollte sich der Lebenslauf über mehrere Seiten strecken
  • Selbstdarstellung: Das Anschreiben sollte informativ, kurz und übersichtlich sein. Der Name eines konkreten Ansprechpartners ist ebenfalls von Vorteil
  • Werbung in eigener Sache: Selbstbewusstes Auftreten und das Erwähnen der eigenen Qualifikationen steht im Vordergrund. Falsche Bescheidenheit ist in diesem Zusammenhang fehl am Platz

Unter Berücksichtigung dieser wenigen Tipps, stehen die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch recht gut und der anvisierte Traumjob rückt ein Stück näher. Wenn diese Hürde jedoch einmal überwunden und die Einladung zum Vorstellungsgespräch eingegangen ist, kommt es nun nur noch auf den persönlichen Auftritt an, denn dieser entscheidet ebenso wie die Qualifikationen über die Einstellung im Unternehmen.

Bildquelle: Petra Schmidt via pixelio.de