Entspannung pur: Angelurlaub

Ein Angelurlaub ist für Hobbyangler der Höhepunkt des Jahres. Seinen Urlaub kann man auf unterschiedliche Art und Weise verbringen. Viele zieht es an den Strand, einige in die Metropolen dieser Welt und manche sogar in den Schnee. Häufig möchte man im Urlaub entspannen und sucht die Abwechslung zum Alltag. Angler hingegen möchten eigentlich nur dorthin, wo es möglichst viele Fische gibt. Die meisten stellen sich einen Angelurlaub vor allem ruhig und entspannt, zuweilen sogar etwas langweilig vor. Es geht aber auch anders: Hochseeangeln oder Speerfischen, beispielsweise, können mitunter richtig aufregend sein.

Wie ruhig ist der Angelurlaub wirklich?

Ein Angelurlaub bietet durchaus Abwechslung ( Bildquelle: © Visions-AD - Fotolia.com )

Ein Angelurlaub bietet durchaus Abwechslung ( Bildquelle: © Visions-AD – Fotolia.com )

Wer einen Angelurlaub plant hat dabei viele Möglichkeiten. Man muss nicht zwangsläufig auf die Sonne verzichten, denn auch in den südlichen Ländern kann man sein Hobby mit dem Urlaub verbinden. Dies geht besonders gut in Spanien oder Protugal.

In Portugal beispielsweise kann die Familie hervorragend die Sonne, das Wetter und den Strand genießen, während der Angler sich auf den Kampf mit dicken Wallern einlassen kann – und dabei muss auch er nicht zittern. Portugal ist gerade deshalb ein Paradies zum Angeln, weil hier das Mittelmeer auf den Atlantik trifft, was sich auch auf den Artenreichtum der Fische auswirkt und man schon mal einen Fang machen kann, der hierzulande nicht möglich wäre.

Wer dagegen die volle Idylle sucht, ist in den skandinavischen Ländern gut aufgehoben. An den klaren Seen und Fjorden Schwedens, Finnlands und Norwegens angeln die deutschen Angler am liebsten und dies nicht ohne Grund. Hier bedeutet der Angelurlaub tatsächlich, dass man sich mit der Natur im Einklang befindet. Die Landschaft bietet atemberaubende Anblicke und die nötige Ruhe ist nahezu überall gegeben. Man kann sich entspannt zurücklehnen, die Angelschnur im Wasser treiben lassen und dabei ein herrliches Landschaftsbild betrachten. Natürlich ist auch die Fischvielfalt ein Anreiz, den nächsten Angelurlaub in den Norden zu verlegen.

Das Abenteuer Angelurlaub

Wer sich beispielsweise entscheidet, einen Hochseeangelurlaub zu machen, nimmt ein wahres Abenteuer auf sich. Auf Hochsee hat man es nicht nur mit ganz anderen Fischen zu tun, als in Seen oder Flüssen, sondern zusätzlich auch mit dem unzähmbaren Meer. Daher sollte man auch gut ausgerüstet sein. Ein wahrer Angler verreist nie ohne seine Angelausrüstung – auch nicht in den Urlaub! Angel, Schnur, Köder und Kescher müssen stets dabei sein. Je nachdem welchen Urlaub man plant, gehört auch die passende Kleidung mit zur Ausrüstung. Rutschfestes Schuhwerk und wasserabweisende Kleidung sind auf einem Schiff absolut notwendig. Auch über den jeweiligen Ort sollte man sich vorab informieren. So sollte man wissen, ob man tatsächlich dort angeln kann, welche Voraussetzungen man benötigt und welche Fische dort gefangen werden können bzw. dürfen. Dann kann es los gehen mit dem Abenteuer Angelurlaub!

Fischen auf verschiedene Art

Was wäre schöner, als einmal in der ruhigen Natur zu sein, am Wasser zu sitzen und den Fischen nachzustellen? Da verwundert es nicht, dass das Angeln noch immer als eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen gilt. Denn neben den Erfolgen, die abends auf dem Teller landen, bietet das Hobby einen weiteren Vorteil: Es ist sehr entspannend. Das freilich erfordert die richtigen Maßnahmen und Kenntnisse. Denn in der Ausübung kann es deutliche Unterschiede geben.

Fischen wie zu Urzeiten

Eine sehr simple Variante ist dabei das Speerfischen. Hierbei wird den Tieren im meist sehr flachen Wasser an Flüssen und Bächen mit einem spitzen Stock nachgestellt. Das wirkt recht vorzeitlich, bringt aber durchaus reiche Fänge ein. Allerdings kann es auch zu Problemen mit der Fischereibehörde führen. Gleiches gilt für das Angeln mit der Harpune: Beide Methoden sind verboten, da sie gerade in ungeübten Händen zu Verletzungen der Wasserbewohner führen können.

Mit geübtem Griff

Für das Fliegenfischen bedarf es besonderer Köder ( Bildquelle: © Svenni - Fotolia.com )

Für das Fliegenfischen bedarf es besonderer Köder ( Bildquelle: © Svenni – Fotolia.com )

Wer jedoch auf der Jagd nach Fischen wie der Forelle ist, sollte sich dagegen mit dem Fliegenfischen befassen. Diese Form des Angelns ist ebenfalls sehr traditionell, erfordert dabei aber eine geübte Hand. Denn insbesondere der Umgang mit der Rute sowie das Auswerfen der Sehne können Schwierigkeiten bereiten. Neben dem üblichen Gerät ist dabei auf die künstlich gebundene Fliege zu achten. Sie soll den attraktiven Köder für die Fische darstellen.

Raus ans Meer

Das Fischen gelingt jedoch nicht nur im flachen Wasser. Gerade der Urlaub am Meer garantiert dagegen erst manch dicken Fang. Hierbei ist es egal, ob vom Strand aus geangelt oder mit einem Boot den Fischen hinterhergefahren wird. Klar ist in jedem Falle allerdings, dass Ruten und Sehnen deutlich kräftiger sein müssen als beim normalen Angelvergnügen. Beim Hochseeangeln bietet sich statt eines Keschers zudem ein Gaff an, um die Fänge ins Boot zu ziehen.

Das Fischen für Jedermann

Beliebter als diese Sonderformen ist es dagegen, einfach am nächsten Gewässer die Angel auszupacken und den Fischen nachzustellen. Eine mittelschwere Rute sowie ein normalgroßer Kescher sollten dafür neben einer nicht allzu dicken Sehne sowie einer Vielzahl an Posen eingeplant werden. Köder wie Mais, Würmer, Kartoffeln oder Maden eignen sich für die FriedfischeRaubfische, die jedoch nur nach bestandener Angelprüfung geangelt werden dürfen, beißen dagegen am besten auf Köderfische.

Hochseeangeln

Gegenüber dem normalen Angeln sind die Anforderungen beim Hochseeangeln bedeutend höher:
Die besonderen Anforderungen beim Angeln auf hoher See liegen hauptsächlich in den Eigenheiten des Angelortes, in der speziellen, meist ungewohnten Angelausrüstung und in den Eigenarten beziehungsweise Eigenheiten der im Fokus befindlichen Fischgruppen.

Das Abenteuer Hochseeangeln

Hochseeangeln ist nicht ganz ungefährlich ( Bildquelle: © project1photography - Fotolia.com )

Hochseeangeln ist nicht ganz ungefährlich ( Bildquelle: © project1photography – Fotolia.com )

Beim Hochseeangeln werden regelmäßig Großfische geangelt, die je nach Region Haie, Schwertfische oder Marline sein können. Diese Großfische sind nicht ganz ungefährlich. Etwas brenzlig wird es immer dann, wenn der Fisch nur zu Fotozwecken aus dem Meer geholt und nicht getötet wird, im Gegensatz zum Meeresfischen, was von einigen Anglern auch als Hochseeangeln bezeichnet wird, ist das Foto der Hauptzweck des Ausfluges aufs Meer. Für Teilnehmer einer solchen Angelsafari gilt, dass sie entsprechend seetauglich sein sollten. Mehr als sinnvoll ist auch ein gewisses angeltechnisches Können. Erfahrene Skipper leiten den Angelausflug auf die hohe See. Da sie auch die Verantwortung für die zahlenden Teilnehmer tragen, müssen diese ihren Anweisungen grundsätzlich Folge leisten.

Entdeckungsreise auf dem Meer

Den Reiz des wirklichen Hochseeangelns in den Revieren der Großfische wird jeder Angler für sich unterschiedlich interpretieren. Neugier ist sicherlich immer dabei, denn in den heimischen Gewässern von Nord- und Ostsee ist das Angeln von Großfischarten nicht möglich. Wer als Angler regelmäßig seinem Hobby nachgeht, möchte natürlich, so wie viele Nicht-Angler auch, einmal einen echten Schwertfisch oder Hai aus der Nähe sehen. Das geht am besten im Wasserpark oder eben beim Hochseeangeln. Meist werden die Fische zwar nicht getötet, doch völlig ungefährlich ist das Anlanden zu Fotozwecken auf das Schiffsdeck für den Fisch auch nicht.

Hochseeangeln in verschiedenen Revieren

Es gibt zahlreiche sehr interessante Angelreviere für das Hochseeangeln. Die beliebtesten Angelreviere für die Jagd auf Großfische liegen beispielsweise in der Karibik sowie in südlichen Regionen der Weltmeere. Ein Hochseeangeln bzw. eher ein Meeresangeln, kann man selbstverständlich auch auf der Ost- oder Nordsee betreiben. Es ist daher im Sinne vieler Angelfreunde, dass man das Meeresangeln zum Hochseeangeln zählt. In die Reviere vor Rügen geht die Fahrt mit einem schnellen hochseetüchtigen Motorboot. Es bringt die Angler zu den besten Fangplätzen, wo die Wahrscheinlichkeit hoch ist, Lachs, Meeresforelle oder Dorsch an den Haken zu bekommen. Eine eigene Angelausrüstung ist hierfür nicht unbedingt erforderlich, da man diese meist leihen kann.

Angelshops

Wer angeln will, braucht Ausrüstung. Die Frage ist: woher? Eine Möglichkeit wäre, sich das Zubehör bequem im Internet zu bestellen, eine andere und in vielen Punkten bessere Idee ist, in einen Angelshop zu gehen.

Richtige Ausrüstung in Angelshops finden

Angelshops bieten viele Vorteile gegenüber Versandfirmen, denn wenn man nicht genau weiß, was man will, ist die Sortimentfülle oft überwältigend und hier zeigt sich der Vorteil: In einem Angelshop kann man sich beraten lassen und dies ist auch ausdrücklich zu empfehlen. Nichts ist ärgerlicher, als während eines Angelausflugs festzustellen, dass man einen Fehlkauf getätigt hat.

Große Auswahl in Angelshops

In einem Angelshop findet man z. B. die unterschiedlichsten Köderarten ( Bildquelle: © U. Woell - Fotolia.com )

In einem Angelshop findet man z. B. die unterschiedlichsten Köderarten ( Bildquelle: © U. Woell – Fotolia.com )

Kaum ein Angelshop spezialisiert sich auf ein bestimmtes Gebiet; man findet hier Zubehör für alles, sei es Fliegenfischen, Grundfischen oder Hochseeangeln. Will man Qualität und gute Beratung sind Fachgeschäfte die beste Adresse. Viele große Sportgeschäfte unterhalten, quasi nebenbei, Angelabteilungen, doch sollte man hier hinsichtlich Qualität und guter Beratung nicht allzu viel erwarten.

Angelshops finden

Größere Städte sind kein schlechter Ort, um nach Angelshops zu suchen. Jede Großstadt dürfte mindestens einen Angelshop haben. In Anglerrevieren, selbst wenn sie viel befischt werden, ist die Suche nach Anglergeschäften eher eine Glücksache. Es mag sein, dass sich ein geschäftstüchtiger Einzelhändler, dem bewusst war, dass sich in seiner Nähe viele potentielle Kunden aufhalten, in einem Anglergebiet etabliert hat, doch die Chance ist relativ gering.

Zwar sieht man Angelshops in Deutschland nicht gerade an jeder Ecke, wie zum Beispiel in Norwegen, aber es stellt dennoch keine große Herausforderung dar, ein Geschäft zu finden. Die Szene floriert selbstverständlich an der Küste, und hier finden sich die besten und größten Angelshops. Askari, eine der größten Fachmarktketten Europas, unterhält Filialen in mehreren Städten Deutschlands. Zwischen den Anglerszenen der verschiedenen Nationen liegen jedoch oft Welten, so dass jedes Land seine eigenen Markt für Angelzubehör besitzt. So unterhält zum Beispiel die weltweit größte Kette für Angler- und Jagdzubehör, die Bass Pro Shops, keine einzige Filiale in Deutschland.

Fazit

Mit der großen Sortimentfülle ist natürlich für jede Art von angeln etwas dabei, aber erst mit einer guten Adresse und kompetenter Beratung steht einem erfolgreichen Angelausflug nichts mehr im Wege.