Die Vulkaneifel

Geprägt von Vulkankratern, Bimsstein-, Basalt- und Mineralwasservorkommen, ist die abwechslungsreiche Landschaft der Vulkaneifel einzigartig in Deutschland. Eine reichhaltige Flora und Fauna ergänzt den attraktiven Gebirgszug.

Lage

Die Vulkaneifel reizt durch seine Landschaft und Natur: Im Osten durchzieht sie der Rhein.

Die Vulkaneifel reizt durch ihre Landschaft und Natur: Im Osten begrenzt sie der Rhein.

Als „Vulkaneifel“ wird eine bergige Region im Nordwesten von Rheinland-Pfalz bezeichnet. Etwa 200.000 Menschen bewohnen ca. 2.000 Quadratkilometer. Im Osten der Vulkaneifel fließt der Rhein. Im Westen erstreckt sie sich bis zu den Ardennen. Die Grenze im Süden bildet die Südeifel und im Norden die Nordeifel. Die größten Gipfel in der Vulkaneifel erreichen fast 700 Meter Höhe.

Geografisch unterteilt wird die Vulkaneifel in die

  • Vulkanische Hocheifel mit den Gemeinden Adenau, Kelberg, Nohn und Ulmen,
  • Vulkanische Osteifel mit den Gemeinden Brohltal, Maifeld, Mendig, Pellenz und Vordereifel,
  • Vulkanische Westeifel mit den Gemeinden Daun, Gerolstein, Hillesheim, Manderscheid und Obere Kyll.

Geschichte

Zahlreiche Ablagerungen und Gesteinsformationen künden noch heute von heftigen Lavaausbrüchen in der gesamten Vulkaneifel, die vor etwa 50 Millionen Jahren begannen. Wissenschaftlich datiert werden diese Ausbrüche spätestens bis 10.000 Jahre v. Chr. Kuppelförmige Vulkanbauten mit eingebetteten Basaltkörpern zeugen von ehemaligen Vulkanschloten, die von der Erosion über die Jahrtausende freigelegt wurden. Drei typische Vulkanbauten finden sich in der Vulkaneifel:

Krater: Der Krater eines Vulkans ist eine sichtbare Vertiefung – schüsselförmig oder schachtartig -, aus der das Magma austritt. Während eines Vulkanausbruches werden feste, glutflüssige und gasförmige Stoffe über den Krater freigesetzt. Das Abkühlen der Lava sorgt indes für ein erneutes Verschließen des Kraters.

Maare: Ein Maar kann sich im Umfeld eines Vulkans bilden. Die schüssel- oder trichterförmige Mulde entsteht durch Wasserdampfexplosionen – Grundwasser trifft auf das heiße Magma des Vulkans. Umliegende Gesteinsschichten werden durch die Explosion ebenfalls mit nach oben geschleudert.

Diatreme: Das Diatrem ist ein anderes Wort für Schlot. Damit bezeichnet es den nahezu senkrechten Aufstiegskanal eines Vulkans. Über diese Röhre werden Gase, flüssiges Magma und Steine nach oben transportiert.

Caldera: Die Caldera bezeichnet eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs. Oft hinterlässt ein Vulkanausbruch hohle Kammern unter der Erdoberfläche in unmittelbarer Umgebung. Diese können entweder explodieren oder einstürzen. Besonders einstürzende Kammern werden oft von ausströmender Lava überdeckt und bilden später einen Calderasee.

Tourismus

Drei Geo- und Naturparks locken in der Vulkaneifel jedes Jahr Tausende von Touristen und Besuchern in die Region. Besonders bekannt als Attraktionen der Vulkaneifel sind die Geysire in Wallenborn und Andernach, das Vulkanmuseum Mendig, das Römerbergwerk Meurin und der Laacher See. Viele weitere Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten vereinigen die Deutsche Vulkanstraße und die Wildstraße in zahlreichen Routen.

Blick in die Zukunft

Der Vulkanismus in der Vulkaneifel ist noch heute aktiv. Zahlreiche Gasaustritte, wirtschaftlich genutzte Mineralquellen und mehrere Kaltwassergeysire gehören dazu. Auch wenn der letzte Vulkanausbruch bereits 11.000 Jahre her ist, können jederzeit erneut vulkanische Aktivitäten auftreten.