Ein Vulkanausbruch ist ein besonders eindrucksvolles, aber auch gefährliches Naturereignis. Es kommt zustande, wenn geschmolzenes Gestein aus der Tiefe der Erde bis an ihre Oberfläche aufsteigt und durch Erdspalten und -risse austritt. Vor dem eigentlichen Vulkanausbruch sammelt sich das geschmolzene Gestein, Magma genannt, in zwei bis fünfzig Kilometer Tiefe. Ab einem gewissen Punkt ist der Druck so groß geworden, dass das Magma über Spalten im Vulkan aufsteigt und schließlich an die Erdoberfläche gelangt. Während des Vulkanausbruchs wird nicht nur glühende, flüssige Lava freigesetzt, sondern es treten auch Gase und Feststoffe aus.

Die Kegelform des Vulkans entsteht im Laufe der Jahrtausende durch herunterfließende und dabei erstarrende Lava.

Lässt sich ein Vulkanausbruch vorhersagen?

Es ist nicht einfach einen Vulkanausbruch vorherzusagen

Es ist nicht einfach einen Vulkanausbruch vorherzusagen

Jede Eruption in einem besiedelten Gebiet stellt eine potenzielle Gefahr dar und hat oft tiefgreifende persönliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Deshalb versucht der Mensch schon seit Jahrtausenden, einen möglichen Vulkanausbruch möglichst frühzeitig vorherzusagen. Da jeder Vulkan ein anderes Ausbruchsverhalten zeigt, kann dies durchaus schwierig sein. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Überwachungsmethoden, die je nach Vulkantyp miteinander kombiniert werden.

So wurden beispielsweise zahlreiche Seismometer um den aktivsten Vulkan Europas, den Ätna, installiert. Diese empfindlichen Geräte messen selbst schwächste Erdbeben in der Umgebung des Ätna. Gerade solche minimalen Erdbeben deuten oft darauf hin, dass ein Vulkanausbruch bevorsteht. Die von den Seismometern um den Ätna registrierten Erdstöße werden an das vulkanologische Institut im nahen Catania weitergeleitet und dort ausgewertet. So hofft man, die Menschen frühzeitig warnen und gegebenenfalls evakuieren zu können. Weitere Möglichkeiten zur Vulkanüberwachung sind etwa die Analyse der aus dem Vulkan aufsteigenden Gase und die Messung der oberflächennahen Temperatur.

Die schlimmsten Vulkanausbrüche

Nicht jeder Vulkanausbruch führt zu einer Katastrophe; doch so mancher Ausbruch hat sich unauslöschlich in das Gedächtnis der Menschen eingebrannt.

  • Am 24. August des Jahres 79 nach Christus brach der italienische Vesuv aus, begrub die Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae unter sich und tötete 3360 Menschen
  • Im Jahr 1815 starben durch den Vulkanausbruch des indonesischen Tambora 12.000 Menschen. Die Aschewolken verdunkelten die Atmosphäre und es kam zu weltweiten Ernteeinbußen und Hungersnöten, wodurch ebenfalls viele tausend Menschen starben
  • Am 27. August 1883 explodierte der Krakatau und sandte eine Druckwelle sieben Mal um die Erde. Die Katastrophe löste einen gewaltigen Tsunami aus, durch den 36.000 Menschen ums Leben kamen
  • Am 8. Mai 1902 brach auf Martinique der Montagne Pelée aus. Alle 29.000 Einwohner der Stadt St. Pierre wurden getötet.