Der Ätna gehört zu einer der bekanntesten Vulkane der Welt. Er liegt in Sizilien und ist der größte Vulkan in Europa. Dieser Vulkan hat einen Durchmesser von über 40 Kilometern und eine Höhe zwischen 3.330 und 3.340 Metern. Ebenfalls erstreckt er sich auf eine Fläche von rund 1.400 Quadratkilometern. Entstanden ist der Ätna vor etwa 700.000 Jahren über der tektonischen Bruchlinie. Natürlich ist der Ätna schon sehr oft ausgebrochen. In den letzten 400 Jahren hat dieser Feuerberg mehr als eine Milliarden Kubikmeter Lava ausgespuckt, das aus dem Erdinneren stammt.

Die Ausbrüche des Vulkans

Heute ist der Ätna ein beliebtes Reiseziel und lockt zahlreiche Touristen an. Dies liegt nicht nur an seiner Schönheit, sondern auch an den zahlreichen Mythen, die sich um diesen Vulkan ranken. In der Mythologie der Griechen befand sich in diesem Berg die Werkstatt des Schmiedegottes Hephaistos. Dennoch ist mit dem Ätna nicht zu Spaßen. Auch heute bricht der Vulkan immer einmal wieder aus.

Der Ätna bricht seit Jahrtausenden immer mal wieder aus

Der erste dokumentiere Ausbruch fand 1.500 v. Chr. statt und hat viele Menschenleben ausgelöscht. Dennoch hat es die Menschen immer wieder zum Feuerberg getrieben. Dies lag daran das, dass Gebiet rund um den Vulkan sehr fruchtbar ist und somit eine tolle Grundlage für Besiedlungen. Seit dem Altertum ist der Vulkan mehr als 150 Mal ausgebrochen und hat dabei immer seine zerstörerische Wut gezeigt. Der letzte große Ausbruch fand im Jahre 1669 statt, als die Stadt Catania vollkommen zerstört wurde. Es gab in den Jahren 1989 und 1992 einige kleine Ausbrüche, auch im Jahre 2002 und 2003 hat der Ätna kleine Lavaströme fließen lassen.

Ein tolles Touristenziel

Die Landschaft rund um den Ätna ist ein wahrer Touristenmagnet

Die Landschaft rund um den Ätna ist ein wahrer Touristenmagnet

Trotz seiner ruinösen Ader ist der Ätna ein tolles Reiseziel und ein wahrer Touristenmagnet. Mehrmals im Jahr spuckt der Vulkan kleine Mengen an Asche, Feuer und Rauch, was natürlich zahlreiche Menschen faszinierend finden. Es können Touren zu Fuß, mit dem Auto oder auch der Seilbahn unternommen werden, um die Kraterlandschaft des Berges zu bestaunen und erkunden. Es ist sogar ein kleines Skigebiet auf dem Feuerberg zu finden.

Der Ätna ist einfach:

  • Faszinierend
  • Aufregend
  • Ein Naturschauspiel
  • Immer wieder eine Reise wert
  • Eine anhaltende Gefahr

Ätna Livecams

Hier finden Sie eine aktuelle Liste mit Livecams vom Ätna in Italien:

Wie werden Vulkanausbrüche vorhergesehen?

Der Ätna ist einer der bekanntesten Vulkane auf der ganzen Welt. Besonders in Europa ist der Vulkan bekannt, weil er zu den wenigen Vulkanen in Europa zählt, die noch aktiv sind. Mit über 3200 Metern über dem Meeresspielgel, liegt er außerdem extrem hoch. Finden kann man ihn auf der italienischen Insel, Sizilien. Im Jahr 2013 würde der Vulkan in die Liste der Weltnaturerben der UNESCO aufgenommen.

Kann man Ausbrüche wirklich sicher vorhersagen?

Ja, heutzutage ist es möglich, die meisten Vulkanausbrüche vorherzusagen. Allerding lässt die Genauigkeit von diesen Vorhersagen noch sehr zu wünschen übrig. Man kann Anzeichen erkennen, aber keinen genauen Zeitpunkt bestimmen. Die technischen Hilfsmittel helfen dabei Gefahrenzeichen zu erkennen. Ein Ausbruch hat typische Eigenschaften, welche man bereits vor dem eigentlichen Ausbruch messen und somit auch analysieren kann. Viele Wissenschaftler, Forscher und Experten haben sich zwar darauf spezialisiert, die genauen Zeitpunkte eines Ausbruches zu erfahren, die meisten Angaben sind aber eine grobe Spekulation.

Vorhersagen durch Messstationen

Auf dem Ätna gibt es, wie auf vielen anderen aktiven Vulkanen auch, Messstationen, die ständig Messungen durchführen. Beispielsweise wird die Erdbewegung gemessen. Die exakten Geräte erkennen kleinere Erschütterungen und Erhebungen sowie Senkungen. Außerdem wird ständig die Temperatur des Bodens überprüft. Kleinere Abweichungen von den normalen Messwerten können auf einen Ausbruch hinweisen. Wenn man in einer kurzen Zeit relativ viele kleinere Erdbeben misst, wird die Region vor einem möglichen Ausbruch gewarnt.

Je höher die Temperatur, desto wahrscheinlicher der Ausbruch

Ein weiteres Anzeichen für einen Ausbruch ist, wenn sich die Bodentemperatur des Ätnas zu stark erhöht. Auch in diesem Fall werden die Einwohner der anliegenden Städte gewarnt. Die modernen Messgeräte können selbst die geringsten Veränderungen wahrnehmen und somit höchste Sicherheit garantieren. Ein weiteres starkes Anzeichen für einen Ausbruch sind die chemischen Gase, die vor einem Ausbruch entstehen. Mit Messungen kann man feststellen, welche chemischen Elemente sich zu welchen Anteilen im Boden befinden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den SO4- Emissionen. Vor einem Ausbruch stellte man in Vergangenheit nämlich immer wieder erhöhte SO4- Emissionen fest. Wenn es eine Überschneidung von Vorwarnungen gibt, müssen Forscher und Wissenschaftler einen Zeitpunkt ermitteln, an dem es zum Vulkanausbruch kommen kann.

Was sind die Nachteile an den aktuellen Methoden?

Wie im vorherigen Absatz bereits erwähnt, ist es nicht möglich den genauen Zeitpunkt eines Vulkanausbruches zu bestimmen. Natürlich ist das ein großer Nachteil an den aktuellen Methoden. Auch wenn man die Vorzeichen richtig deutet und die Naturkatastrophe vorhersagen kann, ist es nicht möglich den Vulkanausbruch zu verhindern. Man kann die Menschen, die in der Region wohnen nur warnen, sie aber nicht vor der Katastrophe schützen. Man kann nur dafür sorgen, dass die Region evakuiert wird. Dafür muss man aber hohe materielle Verluste in Kauf nehmen. Anders als bei einer Überflutung, bei der man sich mit Dämmen vor den Wassermassen schützen kann, gibt es bei einem Vulkanausbruch keine geeigneten Sicherheitsmaßnahmen vor der Lava. Wenn man also in der Nähe eines aktiven Vulkans lebt, wird man zwar relativ früh gewarnt, aber nicht besonders gut beschützt.